Aktuell 23 Infizierte

In der dritten Woche des Lockdown-Light zeigt sich auf der Insel leider keine Besserung. Im Gegenteil: Die Zahl der Corona-Erkrankten steigt. Heute Mittag ist die Zahl auf der Insel auf aktuell 23 Infizierte gestiegen. Dies hat der Pressesprecher des Landkreises, Rainer Müller-Gummels, mitgeteilt. Insgesamt sind laut Landkreis zurzeit 131 Personen in häuslicher Quarantäne. Und die Stimmung ist gedrückt. Denn inzwischen kennen die meisten Einwohner eine oder mehrere Erkrankte. Außerdem sind jetzt auch Jüngere betroffen. Erst gab es einen Fall im Kindergarten am Kap. Dann waren drei Menschen an der KGS (Kooperative Gesamtschule) betroffen und ein Kind an der Grundschule. Die Klasse 3a musste sich am Wochenende nach Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben. Und auch die fünften Klassen mussten kurzfristig zuhause bleiben. Neuer Fall an der Grundschule Zurzeit ist die gesamte KGS vorübergehend geschlossen. Und heute gibt es noch einen neuen Fall an der Grundschule. Dort ist jetzt ein Kind einer zweiten Klasse betroffen. Am Mittwochnachmittag war die Zahl der positiv Getesteten bereits auf 20 angestiegen. Darunter waren neben Schülern, Reinigungskräften und Lehrern der KGS sowie einer Person im privaten Umfeld auch Mitarbeiter eines Supermarktes, so der Landkreis-Pressesprecher. Der Supermarkt wurde gestern kurzfristig komplett geschlossen und ist aber seit heute wieder eingeschränkt geöffnet. Keine weiteren Maßnahmen Wie Bürgermeister Frank Ulrichs und der Landkreis-Sprecher erklären, seien aktuell keine weiteren Maßnahmen auf der Insel geplant. Der Landkreis Aurich habe aber heute eine Allgemeinverfügung herausgegeben, so Ulrichs. Darin seien die Maskenpflicht und das Abstandgebot in der politischen Gremienarbeit nochmals verschärft. Jetzt gelte auch während der Sitzung für alle Teilnehmer die Maskenpflicht und ein strengeres Abstandsgebot. Im Rathaus wird auf die Entwicklung reagiert, so der Bürgermeister. So prüfen sie Arbeitsbereiche, soweit nicht bereits geschehen, auf eine bestmögliche Aufteilung. Persönliche Kontakte sind auf das Minimum beschränkt. Von Tag zu Tag Der Landkreis und das Gesundheitsamt bewerten die Sachlage von Tag zu Tag, sagt Ulrichs. Daher sei heute noch nicht abzusehen, ob es noch weitere Verschärfungen oder Beschränkungen geben wird. Dass die Straßen leer sind, liegt aber heute nicht nur an den steigenden Corona-Zahlen. Auch der leichte Novembersturm mit einem ungemütlichen Nordwest-Wind und häufigen Schauern lädt nicht gerade zum Spaziergang ein. Doch die Surfer am Nordstrand freuen sich über das raue Wetter im November. Und diejenigen, die sich nicht vom Wetter abhalten lassen, genießen zwischen den Schauern den frischen Nordseewind.     Der Beitrag Aktuell 23 Infizierte erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

Johann Fidi schwimmt

Die Johann Fidi schwimmt wieder. Das Tochterboot des ehemaligen Norderneyer Seenotkreuzers Otto Schülke ist am Samstag erstmals nach langer Zeit wieder zu Wasser gelassen worden. Ein Kran der Firma de Boer setzte den kleinen Flitzer langsam und vorsichtig im Norderneyer Hafenbecken ab. Das Luftbild zeigt die Größenunterschiede: In der Mitte die Johann Fidi, links der Rettungskreuzer Eugen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und rechts das Tochterboot Hubertus. Gespannt verfolgten vor allem die Aktiven des Museumsvereins Otto Schülke die Aktion. Der frühere Maschinist Hermann Janssen und  sein Sohn Henning Janssen sausten mit dem kleinen Boot durch den Hafen. Damit sei ein weiterer Meilenstein des Projektes erreicht, schreiben sie auf ihrer Homepage. Damit sei das Schiff nach rund 20 Jahren endlich wieder ins Wasser gekommen. Voraus gingen einige Monaten der technischen Restaurierung derTechniker um Hermann Janssen. „Und was sollen wir sagen: es ging auf Anhieb los! Der Motor startete problemlos und so konnte die Johann Fidi ihre Tour durch den Hafen von Norderney machen. Die Fidi bekam freundliche Begleitung: Die Hubertus, das Beiboot des jetzigen Rettungskreuzers Eugen, und der historischen Schlepper „Penny Lane“ eskortierten sie durch den Norderneyer Hafen. Das Video des Vereins zeigt den Moment, in dem die Fidi zu Wasser gelassen wird. Wer die Beschreibung auf der Homepage liest, spürt die Begeisterung: „Hebel auf den Tisch und schon ging es im flotten Tempo los durch den Hafen von Norderney.“ Und mit dabei war auch einige Erleichterung. Denn ob das frisch überholte Boot nach so langer Zeit auch wirklich dicht war, konnte man vorher nicht hundertprozentig wissen. Fidi schwimmt wie ein Fisch Doch alles ging glatt: Die Johann Fidi schwimmt wie ein Fisch und der Motor läuft wie am Schnürchen. Als nächstes steht der Fidi ein Transport nach Hooksiel bevor. Dort trifft sie auf ihr Mutterschiff, die Otto Schülke. Der frühere Norderneyer Rettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird dort rundum überholt. Und die Fidi bekommt dort ihr neues Farbkleid. Wenn alles klappt, sollen beide in Zukunft ein Anziehungspunkt für Besucher im Norderneyer Hafen werden. Und bisher ging alles super voran. Farb-Patenaktion Die Aktiven sind sehr engagiert und findig. Gerade ist erfolgreiche eine Farb-Patenaktion beendet. Innerhalb eines Monats haben sie 12000 Euro für den Anstrich der Otto Schülke gesammelt. Allein 3300 Euro kam von der Bäckerei Bethke. Ein weiterer großes Beitrag spendeten die Stadtwerke. Damit kann die Schülke bald wieder im alten Glanz erstahlen. Der Beitrag Johann Fidi schwimmt erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

Advent auf der Insel

Auch im November und Anfang Dezember ist Norderney normalerweise recht gut besucht. Gäste, die sich den Wind um die Nase wehen lassen wollen, reisen im Spätherbst gern an die Nordsee. Der Winter auf der Insel ist besonders gemütlich. Doch zumindest bis Ende November ist das touristische Reisen nicht erlaubt. Vielleicht aber ja wieder im Dezember. Adventsschmuck wird rund um den Kurplatz angebracht. Advent auf der Insel - Festliche Stimmung Und auch das Kulturleben liegt derzeit brach. Die Veranstaltungen des Staatsbades sind bis Anfang nächsten Jahres abgesagt. Aber Norderney bereitet sich trotzdem auf den Advent auf der Insel vor. „Wir dürfen es uns selber auch schön machen“, sagt Wilhelm Loth. So möchte der Norderneyer Kurdirektor, dass auch für die Norderneyer eine festliche Stimmung aufkommt. Beleuchtung, Bäumchen, Kranz und Krippe Trotz der Absagen von Konzerten und auch dem Winterzauber soll es auf der Insel weihnachtlich werden: Mitarbeiter der Technischen Dienste installieren bereits die Adventsbeleuchtung rund um den Kurplatz. Die Weihnachtsbäumchen werden kurz vor dem ersten Advent wieder auf dem Kurplatz aufgestellt und von den Grundschülern geschmückt. Der Adventskranz um den Brunnen ist bereits vorbereitet. Und im Dezember soll die Krippe in der Kurmuschel weihnachtliche Stimmung verbreiten. Mitarbeiter der Technischen Dienste installieren die Adventsbeleuchtung am Conversationshaus. Doch an ein normales Kulturleben ist nicht zu denken. Und auch wenn das Kurtheater nach der Sanierung Ende März wieder öffnet, wird es dort wohl erst einmal nicht so weitergehen, wie vor Corona. Kurdirektor Loth rechnet nicht damit, dass bis dahin ein normaler Betrieb wieder möglich ist. Und „für 30 Leute richten wir keine Kinovorstellung aus“. Kleinkunst und Außen-Veranstaltungen Die Planungen für das nächste Jahr müssen jetzt laufen. Doch geplant wird „im Rahmen der Corona-Bedingungen“. Dabei setzt die Kurverwaltung die Erfahrungen aus diesem Jahr für 2021 um: So soll es Kleinkunst, kleine Bühnen und Außen-Veranstaltungen geben. Der Kultursommer mit den Warschauern findet „ziemlich sicher“ nicht statt, ergänzt der Kurdirektor. Statt dessen werde das „Orchester im Treppenhaus“ voraussichtlich im Spätsommer wieder auf der Insel gastieren. Und auch Großveranstaltungen werde es bis zum Herbst wohl nicht geben. So werde Ende dieses Jahres geklärt, ob die „Summertime“ stattfindet. Und zum Filmfest Emden-Norderney 2021 sagt Loth: „Wir können es uns aus heutiger Sicht nicht in der ersten Jahreshälfte vorstellen.“ Aber bis dahin kann ja noch viel passieren. Sicherer Urlaub in Niedersachsen „Wir werden es auf das reduzieren, was geht und mit gutem Menschenverstand herangehen“, sagt Loth. Dies sei auch ein Signal für die Gäste und zeige: „In Niedersachsen kann man sicher Urlaub machen.“   Der Beitrag Advent auf der Insel erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

 
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