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30.06.2026
Hängesitzkörbe an der Weißen Düne
Gegen die Kräfte der Natur kommt man nicht an. Daher ist es schlau, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und die Veränderungen anzunehmen und für Neues zu nutzen. Das hat jetzt die Kurverwaltung getan und hat Hängesitzkörbe an der Weißen Düne installiert. Auch wenn dies wie ein Aprilscherz im Sommer wirkt.
Holzplattform ist ideal
Die Holzplattform an der Weißen Düne ist dafür ideal. Sie wurde früher für die Infrastruktur genutzt. Und auf ihr standen in der Saison Sanitäranlagen und Kiosk für die Badegäste bereit. Wegen der Veränderungen des Strandes, der sich nun nicht mehr als Badestrand eignet, müssen neue Wege gefunden werden.
Dazu vier Hollywoodschaukeln
Das Staatsbad nutzt dies für eine besondere Werbeaktion: „Staatsbad schafft naturnahes Erlebnis mit Meerblick“, heißt es in der Pressemitteilung zu den Hängesitzkörben. Hiermit werde eine „bewusst zurückhaltende Aufenthaltsqualität“ mit Blick auf Wellen, Wasser und Weite der Nordsee geschaffen. Im Laufe dieser Woche sollen noch vier hängende Holz-Hollywoodschaukeln dazu kommen.
Blick über die Nordsee
Mit der „behutsamen Ergänzung der Infrastruktur“ wolle das Staatsbad den beliebten Strandbereich noch stärker als naturnahen Erlebnisraum erlebbar machen — ohne ihn zu überfrachten, heißt es. So bekämen Gäste und Insulaner und Insulanerinnen „zusätzliche Möglichkeiten, um innezuhalten, den Blick über die Nordsee schweifen zu lassen und die besondere Atmosphäre derWeißen Düne bewusst zu genießen“. Das nennt man wohl: aus der Not eine Tugend machen.
Vorhandene Stärke betonen
„Die Weiße Düne entwickelt sich in dieser Saison zu einem bewusst reduzierten, naturnahen Erlebnisraum“, wird Kurdirektor Wilhelm Loth zitiert. Und weiter: „Uns ist wichtig, diesen besonderen Ort nicht künstlich zu inszenieren, sondern seine vorhandene Stärke zu betonen: die Nähe zur Natur, den freien Blick auf das Meer und das Gefühl von Ruhe und Weite.“
Die neuen Hängesitzkörbe und Holzschaukeln fügten sich in die bestehende Holzplattform ein und schafften zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten mit unmittelbarem Bezug zur Landschaft. Und das, ohne ohne große bauliche Veränderungen vorzunehmen.
„Aufenthaltsqualität entsteht nicht immer durch mehr Angebot, sondern oft durch die richtige Form von Reduktion“, so Loth. „Mit den neuen Sitz- und Schaukelelementen schaffen wir einen Ort, der zum Verweilen einlädt, ohne die Natürlichkeit der Umgebung zu stören.“
Behutsame Weiterentwicklung
Die Staatsbad Norderney GmbH verstehe die Maßnahme „als Teil einer behutsamen Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur auf der Insel. Ziel sei es, besondere Orte auf Norderney erlebbar zu machen, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. „Die neuen Elemente an der Weißen Düne schaffen neue Nutzungsformen für die Holzplattform und stehen bewusst für Entschleunigung, Naturverbundenheit und eine zeitgemäße Form des Aufenthalts am Meer.“
Beitragsbild: Noun






