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07.03.2026
Wattwelten Umbau

Neueröffnung bei den Wattwelten

Santje heißt das neue Maskottchen des Wattwelten Besucherzentrums Norderney. Santje ist ein Sandregenpfeifer. Doch dies bei weitem nicht das einzige, was sich in dem Gebäude am Hafen geändert hat. Denn die Ausstellung und die Räumlichkeiten wurden in den vergangenen Wochen völlig umgekrempelt. Und am 30. März ist Neueröffnung bei den Wattwelten. Am Vortag wird das Haus bei einem Festakt geladenen Gästen vorgestellt.

Valeria Bers Wattwelten

 Leiterin Dr. Valeria Bers – hier auf der Dachterrasse über dem Hafen – hat die neue Ausstellung konzipiert und den Umbau koordiniert. Foto: Leidig

Auf der Zielgeraden

„In dieser Woche kommt noch der letzte Schliff“, sagt Dr. Valeria Bers, seit Februar 2019 Leiterin der Wattwelten. Sie ist sichtlich erleichtert, dass der Umbau nun Anfang März auf der Zielgeraden ist. Seit Ende Oktober war geschlossen, bei laufendem Veranstaltungsbetrieb. „Ich bin gespannt und freue mich sehr auf die Eröffnung“, sagt Bers.

Die gesamte Ausstellung wurde entkernt und das meiste musste entsorgt werden. Die Handwerker zogen neue Wände ein und die Akustik wurde durch Elemente an der Decke wesentlich verbessert. Verwertbare Technik konnte übernommen werden, sagt die Leiterin, die den Umbau und Ausbau konzipiert hat und seit zwei Jahren daran arbeitete. Die Umsetzung übernahm die Firma 235 Media aus Köln. Vor der Eröffnung erfolgen noch einige Testläufe. Die Finanzierung in Höhe von rund 2 Millionen Euro ist zu 100 Prozent aus Bundesmitteln gefördert, so Bers.

Wattwelten Aquarium

Wattwelten

In der Visualisierung sind die neuen Ausstellungsräume bereits erlebbar. Bilder: Wattwelten

Einladende Helligkeit

Gleich beim Eintreten fällt eine einladende Helligkeit auf. Und das obwohl der große Ausstellungsraum jetzt durch Wände unterteilt ist. Vorher sei es eher ein „Tiefgaragenflair“ gewesen, beschreibt Bers. Und inhaltlich ging es zuvor auf elf Stationen vor allem um das Unesco Weltnaturerbe.

Watt im Wandel

In den neuen Wattwelten liegt der Schwerpunkt auf dem Thema „Watt im Wandel“. Die 600 Quadratmeter große Ausstellung ist inhaltlich deutlich erweitert und umfasst jetzt rund 35 Stationen unterschiedlicher Art. Eine Besucherlenkung und eine klare Wegeführung erleichtern den Ausstellungsbesuch. Eine eigene Kinderspur führt die jüngsten Besucher durch das Haus. Und besonders Interessierte können die Expertenspur verfolgen. Es gibt weniger Medienstationen als zuvor, dafür mehr Texte an den Wänden und haptische Stationen. Eine Unterwasser-Abteilung ist in dunklem Blau gehalten.

Drei Abteilungen in drei Farben

Farben kennzeichnen die drei Ausstellungs-Abteilungen: früher (grün), heute (Wattfarben) und morgen (blau). Der Epilog mit Möglichkeit zur Partizipation ist orange gekennzeichnet. Geblieben sind die Spielsteine, mit denen die Besucher Punkte sammeln können und die am Ende in eine Postkarte umgewandelt werden. Ein Medienguide über das eigene Handy wird zurzeit entwickelt.

Sechs Aquarien

Valeria Bers freut sich sehr über die großen Aquarien zu den verschiedenen Wattenmeer-Räumen, in denen die Tiere artgerecht gehalten werden. Sechs Aquarien werden bald mit insgesamt 10.000 Litern Wasser gefüllt sein. Ein großes Diorama zeigt einen Inselquerschnitt vom Strand bis zum Watt. Dort können vor allem Kinder die Tiere und Pflanzen einmal von der Nähe aus betrachten.

Auch das Treppenhaus, das zum Kino, zum Wechselausstellungsraum und zur Dachterrasse führt, wird neu mit mikroskopischen Fotos gestaltet. Im Kino sind zehn Kurzfilme zu sehen. Es ist außerdem jetzt für Filmabende oder Veranstaltungen besser nutzbar.

Wattwelten

Im Inselgarten können Kinder spielen, es gibt Hörstationen und Gelegenheit zur Entspannung.  Foto: Leidig

Großes Team

Der 1000 Quadratmeter große Inselgarten, der vor zwei Jahren eröffnet wurde, wird in die Ausstellung besser integriert. Ebenfalls vor zwei Jahren wurden die Bungalows saniert, in denen die Verwaltung untergebracht ist. Das große Team besteht derzeit aus der Hausleitung Valeria Bers, drei fest angestellte Biologinnen und Umweltpädagoginnen, einem Hausmeister und einer Sekretärin. Ein Mitarbeiter übernimmt die Vorträge und Führungen.

Dazu kommen derzeit zwei FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr), ein Bundesfreiwilligendienstler sowie zwei Praktikantinnen. Auch zwei Reinigungskräfte und zwei Angestellte für den Shop gehören zum Team. Der Shop erhält durch den Umbau mehr Präsentationsfläche. Und der Eingang erhält im Mai eine große Drehtür.

Veranstaltungen gut gebucht

Auch ohne den Umbau gibt es genug zu tun bei den Wattwelten. „Wir sind krass gebucht“, sagt Valeria Bers. In Hochzeiten werden bis zu zehn Veranstaltungen pro Tag angeboten. Doch nun wird erst einmal Eröffnung gefeiert. (vel)

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