
News von Norderney
Norderney Inside
11.07.2026
Ney bleibt bunt
Unter dem Motto „Haltung zeigen“ sind heute rund 100 Menschen am Strand unterhalb der Georgshöhe zusammen gekommen. Sie formten die Botschaft „Ney bleibt bunt“ und setzten ein Zeichen für Vielfalt, Demokratie, Respekt und ein friedliches Miteinander.
76 Nationen auf Norderney
Für die Initiative „Haltung zeigen“ begrüßten Angelika und Niels die Aktiven. In seiner Ansprache ging Bürgermeister Frank Ulrichs auf die Vielfalt der Nationen auf Norderney ein. Aktuell lebten Menschen aus 76 verschiedenen Nationen auf Norderney. Darunter seien 1.618 Menschen und damit rund 26 Prozent unserer Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
Insel lebt von den Menschen
„Hinter dieser Zahl stehen keine anonymen Statistiken“, betonte Ulrichs. „Dahinter stehen Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn, Freunde, Vereinsmitglieder und Familien. Menschen, die in unseren Hotels und Restaurants arbeiten, im Krankenhaus, in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, im Handwerk, in Geschäften, in der Verwaltung oder die sich bei der Feuerwehr für unsere Sicherheit einsetzen.“ Und ohne diese Menschen würde die Insel nicht funktionieren. „Unsere Insel lebt von den Menschen, die hier
Verantwortung übernehmen – unabhängig davon, wo sie geboren wurden oder welche Sprache sie als Kind zuerst gesprochen haben“, so Ulrichs.
Gerade auf einer Insel sei eine funktionierende Gemeinschaft die Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben. Gemeinschaft entstehe dort, „wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und sich dennoch mit Achtung zu begegnen.“ Und dieses Zusammenleben funktioniere auf Norderney im Großen und Ganzen gut.
Wichtiger denn je
Doch eine solche Veranstaltung sei wichtig, da Demokratie, Respekt und Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeiten seien. Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung und fremdenfeindlicher Tendenzen sei es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen.
Respektvoller Austausch
Er wünsche sich „dass Norderney auch künftig eine Insel bleibt, auf der Menschen miteinander reden statt übereinander. Eine Insel, auf der unterschiedliche Auffassungen nicht trennen, sondern Anlass für einen offenen und respektvollen Austausch sind. Und eine Insel, auf der jeder Mensch spürt, dass er dazugehört, wenn er bereit ist, Teil unserer Gemeinschaft zu sein und Verantwortung für sie zu übernehmen.“ (vel)
Fotos: Leidig






