
News von Norderney
Kultur
18.05.2026
Norderneyer Filmfest-Programm 2026
23 Filme stehen auf dem Norderneyer Filmfest-Programm 2026 des Filmfestes Emden Norderney 2026 in diesem Jahr. Start ist am Mittwoch 3. Juni. Und bereits am Dienstag, 2. Juni, gibt es beim Warm-Up einen Vorgeschmack auf eine cineastische Woche voller spannender Kino-Erlebnisse.
Kurtheater und Kurplatz
Die Filme auf Norderney laufen im Kurtheater und Open Air auf dem Kurplatz. Und sie decken die ganze Bandbreite von feinem Humor bis zum politischen Drama ab.
Startfilm ist am Mittwoch „No Good Men“, der in Afghanistan kurz vor der Rückkehr der Taliban spielt. Anschließend ist „Frühstück bei Audrey“ zu sehen. Eine geistreiche Liebeskomödie über einen Mann, der sein Glück erst in einer Plastikpuppe sucht und dann die wahre Liebe findet.
Intergrationspreis der Insel
Am Donnerstag findet vor dem Film „Staatsschutz“ die Verleihung des Integrationspreises der Insel Norderney statt. Der zweite Film ist „Sommer auf Asphalt“, eine Uraufführung mit Christoph Maria Herbst.
Kurzfilmabend am Freitag
Bevor am Freitag um 21 Uhr der Kurzfilmabend beginnt, läuft am Nachmittag „Lebensansichten eines Huhns“, ein berührender Film über das Tier im Menschen und den Menschen im Tier. Der irische Film „Trad“ folgt: eine liebevolle Hommage an die irische Musik.
Auf Norderney ist in diesem Jahr der Kurzfilm „Messen Insel Zeit“ entstanden. Er zeigt Messgeräte zur Forschung und Vermessung auf Norderney. Es ist der Vorfilm zu dem Dokumentarfilm „Im Licht der Sandbank“ von Kilian Helmbrecht, der sieben Monate als Vogelwart auf Scharhörn lebte (s. Foto: Atara-Film). Vor der Kurzfilmnacht ist noch „Nordwand“ zu sehen, ein Drama über die Erstbesteigung der Eiger Nordwand. Einer der Hauptdarsteller ist Florian Lukas, der in diesem Jahr den Filmfest-Schauspielpreis erhält.
Mit null Ahnung um die Welt
Mit dem Kinder-Animationsfilm „Jazzy – Chaos im Regenwald“ startet der Filmfest-Samstag. Und um 16 Uhr ist der kanadische Film „What we dreamed of then“ zu sehen, ein Drama über Verlust und Neuanfang in der Corona-Pandemie. Der Dokumentarfilm „Segeljungs – Mit null Ahnung um die Welt“ begleitet vier Jungs aus Oberbayern auf einer abenteuerlichen Reise.
Dreh auf Norderney
Am Samstagabend ist Verleihung des Filmfest-Preises „Schreibtisch am Meer“ und anschließend läuft der Film „Gropiusstadt Supernova“, eine Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm über drei junge Erwachsene am Wendepunkt im Leben. Der Film „Der Heimatlose“ wurde 2024 auf Norderney gedreht. Für den Dreh entstand ein temporäres Fischerdorf in den Dünen, und viele Norderneyer waren als Komparsen beteiligt.
Emanzipation einer Schweizerin
Der Sonntag startet mit dem Kinderfilm „Mein Freund Barry“, ein Abenteuer über Mut, Vertrauen und die Kraft der Freundschaft. Der Film „Funny Bones“ war Gewinnerfilm des Bernhard Wicki Preises 1995 und läuft als Retrospektive. „Hallo Betty“ erzählt mit feinem Humor und nostalgischem Charme den wahren Emanzipationsweg einer Schweizerin. Parallel läuft Open Air „Rosenthal“, die Biografie des beliebten deutschen Showmasters, gespielt von Florian Lukas. Der Sonntagabend endet mit dem bewegenden Drama „Queen of Sea“ über den schmalen Grat zwischen Fürsorge und Bevormundung für eine demente Frau.
Holocaustüberlebender
Weiter geht es am Montag mit dem Film „Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“. Der Holocaustüberlebende, der nach vielen Jahren in seine Heimat Ostfriesland zurückkehrte, ist vor wenigen Tagen gestorben. Der Dokumentarfilm handelt von seinem Leben.
„Once upon a time in a cinema“ ist eine Hommage an das Kino – mit Witz, Tempo und Gespür für das Absurde. Und am Montagabend läuft „Der Klang der Stradivari“, eine feingeistige Komödie über die Kunst des Zusammenspiels auf der Bühne und im Leben.
Erfindung der Lust
Drei Filme stehen am Dienstag auf dem Programm: „Frost without snow and ice“ eine Dokumentation über eine Eisbärin und die Auswirkung des Klimawandels in Spitzbergen (Foto: Artic Light). Der britische Film „Sunny Dancer“ ist eine Coming-of-Age-Geschichte über krebskranke Jugendliche in einem Chemo-Camp. Und der französische Film „Chérie, ich komme – Die Erfindung der Lust“ erzählt die wahre Geschichte eines Paares, das sich traut, Fragen zu stellen und dabei neue Antworten findet.
Zum Abschluss des Filmfestes am Mittwoch, 10. Juni, werden zwei Wettbewerbssieger oder Lieblingsfilme wiederholt. (vel)
Karten gibt es online ab Montag, 18. Mai, oder im Conversationshaus (allerdings nicht während der Energieministerkonferenz von Dienstagmittag bis Freitagnachmittag).
Beitragsbild: „Chérie, ich komme – Die Erfindung der Lust“, Foto: Neue Visionen Filmverleih / Filmfest






