
News von Norderney
Politik
04.09.2025
Protestaktion gegen Gasbohrungen
Auf der westlichsten Ostfriesischen Insel Borkum findet an diesem Freitag eine Demonstration gegen die geplanten Gasbohrungen statt. Der Konzern One Dyas will unmittelbar neben dem Unesco-Weltnaturerbe ein Gasfeld erschließen. Unter dem Motto „Kommt mit nach Borkum“ sind alle zu der Protestaktion gegen Gasbohrungen aufgerufen. Von Norderney fährt ein Schiff nach Borkum.
Veranstalter der Protestaktionen sind unter anderem Fridays for future (FFF), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Borkumer Einwohner. Von Donnerstag bis Sonntag findet ein Klimacamp auf Borkum statt – Organisatoren sind neben FFF die DUH, so ein Beitrag von Borkumerleben.
Eskalierende Klimakrise
„Es geht darum, ein starkes Zeichen gegen die geplanten Gasbohrungen zu setzen. Die Gasbohrungen heizen die vor unseren Augen eskalierende Klimakrise noch weiter an. Gleichzeitig brauchen wir sie nicht für unsere Versorgungssicherheit“, so Nele Evers von Fridays for Future. Der niederländische Konzern One Dyas bohrt vor Borkum neben dem Weltnaturerbe Wattenmeer zur Hälfte auf niederländischem Gebiet und zur Hälfte auf deutschem Gebiet nach Gas.
Abschluss am Pavillon
Beginn der Protestaktion ist um 12 Uhr am Borkumer Margarethe-Giese-Platz (Inselbahnhof). Dort wird es Reden von Fridays for Future, der Deutschen Umwelthilfe und betroffenen Menschen aus Borkum geben. Nach der Kundgebung zieht der Demozug durch den Ortskern und endet mit einer Abschlusskundgebung am Musikpavillon.
Schiff zur Demo nach Borkum
Von Norderney fährt am 5. September das Ausflugsschiff der Frisia um 8 Uhr nach Borkum ab. Die Rückkehr auf Norderney ist gegen 21 Uhr geplant. Karten für das Schiff gibt es online.
Gemeinsame Erklärung
Proteste gibt es schon seit vielen Jahren. Bereits 2019 hat die Stadt Borkum gemeinsam mit der Stadt Norderney ihre Stellungnahme zur „grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung der Erdgasförderung im Feld N05-A der Firma ONE-Dyas B.V.“ abgegeben. Hier ging es um das Verfahren auf der niederländischen Seite. Auch Greenpeace (Foto unten) protestiert schon länger gegen das Vorhaben.
Beitragsbild vom Juli 2025: Andreas Behr / Borkum-Aktuell



