News von Norderney

Insidertipps

12.02.2026
Remise Richtfest

Richtfest der Remise

Regen macht Zimmerleuten nichts aus. Das bewiesen am Mittwoch die Mitarbeiter der Firma Eckhard Lück aus Wiefelstede. Sie kletterten auf das neue Dach der Remise des Heimatvereins, rückten den Richtkranz gerade und nahmen einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Eckhard Lück hielt die traditionelle Ansprache zum Richtfest der Remise, nur unterbrochen von dem einen oder anderen Schluck. Schließlich landete der Rest des Schnapses auf dem Dach. Und mit dem Zerschlagen der Flasche war der Segen für das neue Gebäude im Argonnerwäldchen vollkommen. Zuvor hatte Christa Wessels vom Heimatverein einen Nagel in einen der Balken gehämmert – aber auf festem Grund und Boden stehend.

Remise Richtfest

Nach guter alter Tradition: Die Mitarbeiter der Firma Eckhard Lück aus Wiefelstede beim Richtspruch auf dem Dach der Remise.  Der Rest aus der Flasche landet auf dem Dach.

Schutz für den Omnibus

Die Mitglieder des Heimatvereins Norderney als Bauherren, Mitarbeiter der Zimmerei Lück und des Bauunternehmens Kleemann und Bürgermeister Frank Ulrichs stießen auf den neuen Unterstand neben dem Heimatmuseum kräftig an. Dieser soll als Schutz für den Omnibus und den Karren des Heimatvereins dienen.

Remise Richtfest

Auch Christa Wessels vom Heimatverein – in Norderneyer Tracht – musste ran: Sie schlug einen Nagel in den Balken. 

Lange Vorgeschichte

Auf Plattdeutsch erzählte Christa Wessels die bald 20 Jahre dauernde Vorgeschichte. Da der Bau immer wieder abgelehnt worden war, stand der Omnibus lange Zeit „in Rägen und Rött an Museum“. Doch das war keine Option und der historische Bus litt sehr. Ein Zelt hielt dem Wind nicht stand. Zuletzt aber konnten das Fahrzeug und auch die Kutsche bei der Firma Kleemann unterkommen. Und deren Mitarbeiter mauerten dann den Sockel für den Holzbau. Die Firma Zilles strich die Hölzer an. Hilfe kam auch von den Stadtwerken, dem Staatsbad und der Stadt. Und eine wesentliche Förderung erhielt der Heimatverein vom Wattenmeer-Achter. Bernhard Onnen vom Heimatverein dankte der Stadt für ihre Unterstützung.

Remise Richtfest

 Dort oben stehen die Zimmerleute: Die Gäste des Richtfestes schauen auf das Dach der Remise. 

Zeugnis der Inselgeschichte

Als ein „Stück Zukunft für unsere Vergangenheit“ bezeichnete Bürgermeister Frank Ulrichs den Bau und unterstrich die Bedeutung des Gebäudes für die Inselgeschichte. Der Pferde-Omnibus Nr. 19 sei weit mehr als ein historisches Fuhrwerk: „Es ist lebendiges Zeugnis unserer Inselgeschichte – vom Alltag der Menschen bis zur Entwicklung des Verkehrs.“ Die große Förderung durch den Wattenmeer-Achter passe gut, denn unterstützt würden nachhaltige Ideen vor Ort. Die Stärke des Programms liege „in der Gemeinschaft, im Austausch, im gegenseitigen Lernen und im Vertrauen in die Ideen der Menschen vor Ort“. (vel)

Fotos: Verena Leidig

Remise Richtfest

Im Heimatmuseum überreichte Silke Zilles (rechts) zur Feier des Richtfestes eine Fußmatte mit einem He auf Norderney-Flagge an Inke Lührs. 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert