
News von Norderney
15.03.2025

Übernahme des Krankenhauses
Eine sehr positive Nachricht hat Bürgermeister Frank Ulrichs bei der Sozialausschuss-Sitzung am Dienstag überbracht. Demnach gibt es eine offizielle Interessenbekundung an der Übernahme des Krankenhauses durch die Stadt Norderney. Die Stadt arbeite intensiv an einer langfristigen und wirtschaftlich tragfähigen Lösung für den Fortbestand des insolventen Krankenhauses. In der vergangenen Woche habe es ein Treffen mit dem Insolvenzverwalter und einem Arbeitskreis aus Mitgliedern des Verwaltungsausschusses (VA) gegeben. Und der Insolvenzverwalter mache Druck.
Meilenstein
Erstes wichtiges Verhandlungsergebnis sei nun die Zusage, die Trägerschaft für das Krankenhaus zu übernehmen. Frank Ulrichs bezeichnet dies als Meilenstein. Und auch das MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) solle – voraussichtlich zum 1. Juli – in die Trägerschaft der Stadt übergehen. Alle Schritte würden in enger Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter erarbeitet.
Nachhaltige Struktur
„Damit ist ein wesentlicher Schritt für die so wichtige Fortführungsprognose im Insolvenzverfahren getan worden“, so die Mitteilung der Stadt. Um eine stabile und nachhaltige Struktur zu schaffen, werde ein Modell mit mehreren Gesellschaften angestrebt, in welches bestenfalls auch das MVZ integriert werden solle.
Der Zeitplan für die weiteren Schritte sehe eine schrittweise Umsetzung vor: „Nachdem die Stadt Norderney ein klares Interessensbekenntnis zur Übernahme des Krankenhauses abgeben hat, stehen noch viele Aufgaben bis zur finanziellen und strukturellen Umsetzung an.“
Klärung bis zum Herbst 2025
Ziel sei es, bis zum Herbst 2025 die wesentlichen rechtlichen und organisatorischen Fragen zu klären und die Grundlage für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung auf Norderney zu schaffen. Voraussichtlich müsse eine externe Expertise eingekauft werden, erklärte Ulrichs bei der Ausschuss-Sitzung.
Die künftige Neuausrichtung beinhalte auch einen möglichen Neubau eines Krankenhauses. Dazu hatte das Land Niedersachsen Unterstützung signalisiert. Das jetzige Gebäude soll „im Sinne der Insel“ weiter genutzt und nicht zu Ferienwohnungen gemacht werden, stellte Ulrichs klar.
Arbeitsplätze sind sicher
Bis dahin gebe es „eine ganze Menge Hausaufgaben zu erledigen“, zumal noch viele insolvenzrechtliche Aufgabenstellungen anstünden. „Das alles dauert seine Zeit und geht nicht von heute auf morgen“, so Ulrichs. In Richtung der zahlreichen Zuhörer in der Aula der Kooperativen Gesamtschule erklärte er, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gebe: „Auch in der Zwischenzeit sind Ihre Arbeitsplätze und das Krankenhaus gesichert!“





