
News von Norderney
Norderney Inside
25.02.2010

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Bonno Eberhardt, sen. sagt:
Moin Herr Vollmer,
Die Überschrift „Dünenfriedhof nicht für Insulaner“ habe ich nicht ganz verstanden. Dieser heutigeTierfriedhof hat sich erst nach der Einführung der D-Mark und mit zunehmenden Wohlstand der Einwohner, so entwickelt weil die Besitzer der Tiere nicht wußten, wohin mit dem Tierkadaver ihres „Lieblinges“, und die Behörde hat beide Augen zugedrückt und tut es heute noch. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einer Stadt auf dem Festland, denn hier muß der Kadaver verbrannt werden und dieses kostet Geld.
Damals im 18.Jahrhundert hieß die kleine Düne innerhalb der Meiereiwiesen „Pferdefriedhof“. Zur Zeit der Pferdefuhrwerke wurden die Pferdekadaver dort vergraben, weil die breite kleine Düne außerhalb des Wassergewinnungsgebiet liegt und in der Nähe war der Meierei-Müllplatz.
Früher wurden die Kleintiere wie Hunde, Katzen usw. die nicht verwertet werden konnten, auf dem Hof des Hausbesitzers begraben. Auf manche Hinterhöfe stand in der Ecke des Grundstückes ein kleines Holzkreuz. Außerdem gab es so viele Haustiere wie heute nicht. Hühner, Schafe , Schweine, Kanienchen usw. wurden geschlachtet und zum Verzehr hergerichtet.
Wenn man das Wort „Insulaner“ erklären will, kommt man beim Menschen darauf, er muß hier geboren sein. Jetzt giebt es ja auch Haustierarten, die das Licht auch auf der Insel erblicken. Also, könnte man diese Tiere auch als „Insulaner“ bezeichnen. Vielleicht kommt irgendwann einer darauf und sagt: Mein Hasso ist ein „Hundeinsulaner“. Möglich ist heute bei dem Wohlstandsmenschen alles. Apropo Sauberkeit auf der Düne. Leider kann man hier auch gut erkennen, wie egoistisch die Besitzer der verstorbenen Tiere geworden sind. Es wird nur das kleine Grab in Ordnung gehalten, aber nicht das Umfeld, obwohl sie wissen, dass die Nutzung der Düne für ein Tierbegräbnis nur geduldet ist.
Jetzt noch etwas zu den angeschwemten Soldaten des ersten Welkrieges. Die verstorbenen Marinesoldaten liegen nicht auf den alten Friedhof neben der Kirche, sondern auf den Ehrenfriedhof des Zentralfriedhofes an der Jann-Berghausstr. Auf dem alten Friedhof neben der Kirche ist nur ein Östereicher begraben, der als Matrose im Krieg 1870/71 verunglückte und auf Norderney angeschwommen ist.
Diesen Beitrag habe ich gerne kommentiert und verbleibe:
Bit Annermal
Bonno Eberhardt, sen.