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Natur

09.09.2020
Bau Steg ins Watt

Steg ins Watt

Ein Steg ins Watt soll Menschen mit Beeinträchtigungen einen naturnahen Weg bahnen. Der Bau dieses Stegs am Surferbecken hat Ende August begonnen und soll Ende September abgeschlossen sein.

Dann wird die Stahl-und Holzkonstruktion knapp 40 Meter in das Surferbecken hineinführen.

Steg ins Watt Surferbecken

Bauarbeiter der Firmen Tell und Cordes Holzbau beim Stegbau.

Steg ins Watt

Da der Steg ins Watt fast fünf Meter breit wird, soll es auch ausreichend Platz für die Begegnung von Rollstuhlfahrern oder Rollatoren geben. Dieser wird stabil: Die Konstruktion der Steganlage umfasst beschichtete Stahl- und Holzteile.

Fördermittel

Schon seit rund drei Jahren gebe es den Plan, für den unter anderem Fördermittel des Wattenmeer-Achters eingesetzt werden können, berichtet Olivia Meiners-Hagen.

Sie ist Leiterin für Liegenschafts und Infrastrukturmanagement der Norderneyer Kurverwaltung. Die Architektin Meiners-Hagen ist seit Oktober 2019 im Amt und ist Nachfolgerin von Hans-Emmius Rass.

Die Planung des Steges lag bei dem Architektur-Unternehmen Schulze Gronover aus Greven. Ausführende Firmen sind Tell Bau aus Norden und Cordes Holzbau aus Rotenburg/Wümme.

Schotterweg am Surferbecken

Der Schotterweg führt am Surferbecken entlang und verbindet Deichstraße und Hafen.

Pflaster-Weg

Nach dem Beschluss des Norderneyer Bauausschusses im vergangenen Jahr und der Genehmigung vieler Bau- und Förderanträge konnte es in diesem Sommer losgehen. Und bereits fertig ist die Pflasterung des rund 60 Meter langen Landweges. Er beginnt am Yachthafen und führt am Schotterweg entlang.

Steg ins Watt

Die Holzteile liegen auf dem bereits gepflasterten Weg zum Einbau bereit.

14 Pfähle im Wattboden

Über diesen Landweg geht es dann auf den Steg. Für diesen werden 14 Pfähle in den Wattboden eingebracht. Dabei werde eine ökologisch nachhaltige Ständerbauweise eingesetzt, versichert Meiners-Hagen, die als Vertreterin des Staatsbad als Bauherrn das Projekt begleitet.

Begründung für Förderung

Die Projektkosten für das gesamte Stegprojekt betragen laut Internetseite des Wattenmeer-Achters im Weltnaturerbe rund 123.000 Euro. Dabei beträgt die LEADER-Förderung 50 Prozent. Bei der Begründung für die Förderung heißt es auf der Homepage des Wattenmeer-Achters:

Thalasso-Destination

„Die Insel Norderney verfolgt die Konzeption, bis zum Jahre 2020 die bekannteste Thalasso-Destination in Europa zu werden. Durch den „Steg ins Wattenmeer“ soll diese Philosophie konsequent weitergeführt werden.

Dem Wattenmeer nah sein

So soll auch dieser Bereich im Weltnaturerbe Wattenmeer zukünftig für Menschen mit einem Handicap oder Familien mit Kindern erschlossen werden.

Menschen mit Handicap, generell ältere oder gehbehinderten Urlaubern können dabei den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer quasi betreten und ihm ganz nah sein.

Der bestehende Salzwiesenlehrpfad wird durch den zukünftigen „Steg ins Wattenmeer“ in Hafennähe ergänzt werden.“

Im Surferbecken gab es bereits früher einen Steg: Die alte Bohlen zeugen davon.

Im Surferbecken gab es bereits früher einen Steg: Die ausgebuddelten alten Bohlen zeugen davon.