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Norderney Inside

03.08.2023
Baby

Hebammenversorgung auf Norderney

Ab Oktober soll es eine Hebammenversorgung auf Norderney geben. Schwangere und Mütter wünschen sich dies seit langer Zeit. Jährlich bringen rund 40 Norderneyerinnen Kinder zur Welt. Eine Geburt wird aber leider seit einigen Jahren nicht mehr auf der Insel begleitet. Die Frauen fahren zu den Geburten in aller Regel aufs Festland.

Und seit Jahren ist auch die geburtshilfliche Begleitung durch Hebammen nicht mehr gewährleistet. Denn spätestens mit dem Wegfall der geburtshilflichen Abteilung im Krankenhaus im Jahr 2012 gab es für diese wichtige Tätigkeit auf Norderney keine Existenzgrundlage mehr, erklärt Bürgermeister Frank Ulrichs.

Elterntreff ab Oktober

Nun ist zumindest eine Verbesserung in Sicht. Wie der Bürgermeister mitteilt, soll es ab Oktober 2023 einen Elterntreff auf Norderney geben. Die Hebamme Natalie Witte aus Hagermarsch werde einmal wöchentlich auf die Insel kommen. Der Treff soll jeweils samstags von 10 bis 12 Uhr stattfinden. Die Norderneyer Krankengymnastin Karin Rass stellt dafür Räumlichkeiten in ihrer Praxis in der Jann-Berghaus-Straße kostenlos zur Verfügung.

Im Vorfeld des Angebots bestehe die Möglichkeit einer telefonischen Anmeldung bei Natalie Witte sowie die Vereinbarung individueller Beratungstermine.

Schwierige Rahmenbedingungen

Die Stadt Norderney habe sich dieses Themas bereits vor längerer Zeit angenommen, so Ulrichs. Doch seien die Rahmenbedingungen für die Hebammentätigkeit in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden.

Die jetzige Lösung sei nach vielen Bemühungen und Gesprächen unter Beteiligung der „Norderneyer Inselzwerge“, Bürgermeister Frank Ulrichs und Anne Böing aus der Gemeinwesenarbeit der Stadt Norderney gefunden worden. Hiermit könne man „den Ansprüchen der jungen Mütter und schwangeren Frauen gerecht werden“, hofft Ulrichs.

Bedarfsgerechtes Angebot

Der Elterntreff sei ein bedarfsgerechtes Angebot für werdende Eltern und Familien mit Kleinkindern, um den Familienalltag und die neuen Herausforderungen gut bewältigen zu können. Eltern könnten sich in einem informellen und unterstützenden Umfeld austauschen, voneinander lernen und Erfahrungen teilen.

Klassische Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere könnten im Rahmen des Elterntreffs nicht stattfinden. Diese sollten nach wie vor beim jeweiligen Frauenfacharzt durchgeführt werden.

 

Beitragsbild: Pixabay