News von Norderney

Tourismus

24.03.2011
Giftbude am Weststrand

Restaurant am Mittwoch | Giftbude

Warme Frühlingssonne lacht,  ein Lokal mit schöner Terrasse paßt zum Wetter. Unbestritten am dichtesten zum Meer ist die Giftbude. Der Ausblick aufs Meer und zum Strand sucht seinesgleichen. Der Name paßt eigentlich nicht gut zu einem Restaurant, die Geschichte stellt es richtig: Vor 100 Jahren wurden die Insulaner ein bis zweimal von der Kurverwaltung eingeladen, immer in das Strandlokal unterhalb der Georgshöhe – das Lokal hatte seinen Namen weg (da gift eein = Giftbude). Das Lokal ist mittlerweile an den Weststrand umgezogen und die Kurverwaltung lädt auch nicht mehr ein.


Durch schützende seitliche Glasscheiben, eine flexible Bedachung und Beheizmöglichkeit kann die Terrasse praktisch bei jeder Wetterlage  genutzt werden. Das Restaurant ist innen hochwertig und gemütlich eingerichtet, der Meerblick ist auch von hier grandios. In Saisonzeiten ist hier so viel los, dass man oft ein bißchen Wartezeit einkalkulieren muss. Auf der Promenade drängeln sich die Spaziergänger vor der ausgehängten Speisekarte, die Terrasse ist gut mit Sonnenanbetern besucht, Plätze gibt es aber noch. Die Kellner sind Profis und man sieht ihnen an, dass sie auch bei Gästeanstürmen ihre Ruhe nicht verlieren.

Die Tageskarte bietet etwas für jeden Geschmack, auch die Abendkarte zeigt, dass hier eine große Bandbreite von Gästen erwartet und zufrieden gestellt wird. Die unmittelbare Nähe zum Strand zieht viele Strandbesucher und Spaziergänger an, entsprechend gibt es von Bock- und Bratwurst  bis Kaffeespezialitäten, Kuchen und Eis das volle Programm. Die Giftbude gehört aber auch zur Kategorie „italienische Restaurants“, ihr Besitzer Lino Gargioulo hat die Renner der italienischen Küche einschließlich Pizza auf der Karte. Schließlich gibt es hier auch Standardgerichte der deutschen bzw. internationalen Küche, auch im oberen Preissegment ist viel dabei. Die Tatsache, dass hier auch viele „verzehrfreudige“ Gäste einkehren kann man daran ablesen, dass zwei Sorten Champagner und Rotweine zum Preis von bis zu 240,00 Euro/Flasche angeboten werden – hier findet an so manchem Abend Lebensfreude á la Cote d’Azur statt.

steak

Wir haben die Muscheln italienischer Art und ein Filet vom Black Angus an Barolosauce mit Ratatouille bestellt. Die Wartezeit ist genau so, dass man weiß, hier arbeitet ein Koch und kein Aufwärmer. Die Muscheln sind gut, Sieger in der Muschel-Disziplin bleibt aber das Vecchia Roma. Das Filet ist perfekt und schmeckt erstklassig, in die Ratatouille gehören wohl statt der Möhren eigentlich Auberginen, das ist uns aber egal: das Gemüse ist frisch zubereitet, nicht zu lange gegart und gut gewürzt. Zum Abschluss noch ein Espresso – fertig ist eine Stunde Dolce Vita mit frischer Seeluft in der Sonne.

 

Restaurant und Café Giftbude, Am Weststrand 2, 04932/991372