Natur auf Norderney

Wir sind Weltnaturerbe!

Norderney liegt als Insel im Weltnaturerbe Wattenmeer, die Besonderheit der Natur ist allgegenwärtig und einzigartig. Mit einer Gesamtausdehnung von fast 14 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 2 bis 3 Kilometern ist Norderney die zweitgrößte der ostfriesischen Insel, gemessen an Sylt und Rügen aber verhältnismäßig klein.

Der West- und Nordteil der Insel wird von einem bis zu 1 1/2 Kilometer breiten Strand bedeckt, während es im Süden Salzwiesen gibt, die nahtlos in das Wattenmeer übergehen. Das Klima und die Lage der Insel machen sie zu einem besonderen Naturschatz, der nur schwer mit anderen Gegenden in Deutschland vergleichbar ist. Die Auszeichnung des Weltnaturerbes wird von den Insulanern als Ehre und Ansporn empfunden, die einzigartige Natur der Insel zu bewahren und zu schützen. Bereits seit der Nachkriegszeit ist es auf Norderney Konsens, dass, abgesehen von der Streusiedlung am Leuchtturm, die Bebauungsgrenze an der Lippestraße eingehalten wird. Das Ziel dieser Baubegrenzung ist es, das Verhältnis zwischen Baufläche und Naturfläche von etwa 20:80 zu sichern.

Natur Wattenmeer

Flora der Insel

Auf Norderney gibt es nur Pflanzen, die sich dem extremen Klima angepasst haben. Pionierpflanzen haben bei der Entstehung der Insel eine große Rolle gespielt – zum Beispiel ermöglichte erst Strandhafer es, dass sich immer mehr Sand ansammelte und eine Insel entstehen konnte. Im Laufe der Jahrhunderte konnten dann die Lebensräume entstehen, die heute die Insel und ihre Natur so einzigartig machen.

Fauna der Insel

Endemische Tiere gibt es auf den der Küste vorgelagerten ostfriesischen Inseln nicht. Bemerkenswert sind die Vögel und die großen Meeressäuger – die Seehunde. Nutztiere sind selten, die frühere Praxis Schafe und Milchvieh zur Sommerweide auf die Insel zu geben wurde in den sechziger Jahren aufgegeben.
Die im Osten von Norderney ansässigen Bauernfamilien haben sich mit ihren Campingplätzen längst der Haupteinnahmequelle der Insel, dem Tourismus, zugewendet. Ein Naturschauspiel besonderer Art ist es, die Zugvögel auf ihrer Rast im Frühjahr und Herbst zu beobachten. Im Herbst bietet das Nationalparkhaus hierzu besondere Führungen und Seminare an.
Heimische Vögel lassen sich mit einem guten Fernglas auch sehr schön im Watt und am Strand beobachten. Zu nennen sind hier die Silbermöwe, der Austernfischer, die Seeschwalbe und der Alpenstrandläufer, der seinen Namen von den lappländischen Alpen (!) hat.

Natur Wattenmeer
Natur Wattenmeer
Natur Wattenmeer

Unser Tipp: Ganz nah am Meer!

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Exkurs Weltnaturerbe:

Am 27. Juni 2009 wurde das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Das Wattenmeer ist weltweit das größte zusammenhängende System aus Sand- und Schlickwatten mit einem außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenreichtum und damit eine einzigartige Landschaft. Als eines der größten Feuchtgebiete der Welt besitzt es unbestritten eine international herausragende Bedeutung. Kein anderes Gebiet der Erde kann mit 13.000 qm eine größere zusammenhängende Wattfläche aufweisen. Davon sind 10.000 qm Wattenmeerschutzgebiet (Nationalparks und Naturschutzgebiete). Deshalb verdient es das Wattenmeer nach Auffassung des UNESCO-Welterbekomitees, in die UNESCO-Liste des Erbes der Welt aufgenommen zu werden.

Natur Wattenmeer

Naturtipp: Wattwanderungen

Ein Ausflug in das heimische Watt ist die ideale Möglichkeit, das Weltnaturerbe Wattenmeer kennenzulernen. Eine Wattwanderung ohne professionellen Wattführer ist lebensgefährlich, doch auf der Insel werden Wattwanderungen vom Nationalparkhaus am Hafen sowie von verschiedenen unabhängigen Wattführern angeboten.